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Tollwut

Die Tollwut ist sicherlich eine der bekanntesten und am meisten gefürchteten Viruserkrankungen. Alle Säugetiere und auch der Mensch sind gefährdet. Tollwut ist nach wie vor nicht heilbar und endet meist mit dem Tod des betroffenen Tieres. Dank intensiver behördlicher Massnahmen ist es gelungen, diese Infektionskrankheit einzudämmen.

Die Übertragung erfolgt durch den virushaltigen Speichel infizierter Tiere, meist durch den Biss. Von der Bissstelle aus wandern die Viren den Nerven entlang Richtung Rückenmark und zum Gehirn und von dort zu den Speicheldrüsen. Von da aus nimmt das Unheil weiter seinen Lauf, da das infizierte Tier nun mit seinem Speichel andere Tiere anstecken kann.

Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen ("stille" Wut: wilde Tiere werden zahm oder überwinden ihre Wasserscheu) über Aggresivität (beisswut oder "rassende" Wut) zu fortschreitenden Lähmungserscheinungen verschiedenster Muskeln führen. Es kommen jedoch auch atypische, mildere Erkrankungsformen vor.

Die Schweiz ist seit 1999 offiziell frei von Tollwut, so dass für Haustiere in der Regel keine Gefahr besteht. Ein Impfobligatorium innerhalb des Landes besteht nicht mehr.

Problematisch kann es sein, wenn Katzen oder Hunde als "Feriensouvenir" von einem Land, in dem Tollwut vorkommt, mitgebracht werden. Stellt sich später heraus, dass das vermeintlich gesunde Tier bereits mit Tollwut infiziert war, müssen ungeimpfte Katzen oder Hunde, die mit ihm Kontakt hatten, während längerer Zeit abgesondert und evtl. eingeschläfert werden. Waren diese Katzen und Hunde gegen Tollwut geimpft, so ist nur eine Nachimpfung und eine Absonderung für kurze Zeit nötig.

Falls Sie mit Ihrer Katze ins Ausland reisen, ist eine Impfung gegen Tollwut vorgeschrieben. Ansonsten genügt für einen zuverlässigen Impfschutz, je nach Impfstoff, eine Impfung alle 2 bis 3 Jahre.